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Im heutigen
"Rendez-Vous" berichtet Rolf Hieringer über den Besuch von
Abbas in den USA. In diesem Bericht wird die Frage aufgeworfen,
ob die Taktik und Diplomatie von Abbas aufgehen wird. Um was für
ein Taktik und Diplomatie handelt es sich denn? Hieringer
spricht davon, dass Abbas viel gemacht hat, um den Amerikanern
zu gefallen: Er hat den Waffenstillstand durchgesetzt und hat um
sich Leute, die das Vertrauen der Amerikaner haben. Hieringer
spricht auch davon, dass die Freilassung der Gefangene ein
zentrales Gesprächsthema sein werden. Natürlich muss auf Sharon
Druck ausgeübt werden, damit Israel zu weitgehenden Konzessionen
bereit sein wird, die wiederum Abbas bei seinem Volk stützen
sollen.
Hieringer unterlässt es wie auch viele seiner Kollegen, objektiv
und korrekt zu berichten. Er verschweigt, dass sich Abbas
weigert, den wichtigsten Punkt der Roadmap zu erfüllen: Die
Auflösung und Entwaffnung der Terrororganisationen (http://www.haaretz.com/hasen/spages/320872.html).
Ist dies nicht ein erwähnenswerter Punkt? Ist dies nicht wichtig
zu erwähnen, damit Israels Position (Weigerung zu weiteren
Konzessionen solange sich Abbas nicht an die Roadmap hält)
verständlich ist? Wieso werden die Verhandlungen um die
Freilassung von den Gefangenen erwähnt, ohne hinzuweisen, dass
es sich damit um eine Geste des guten Willens handelt und
nicht um einen Teil der Roadmap? Wieso wird nicht
erwähnt, dass der "Waffenstillstand" damals von
Terrororganistionen einseitig ausgerufen wurde und Israel daher
keine Verpflichtungen gegenüber diesen "Waffenstillstand" hat?
All diese OBJEKTIVE Fakten werden nicht erwähnt und nicht in der
Analyse von Hieringer eingebracht. Ein weiteres Beispiel von
einseitig anti-israelischer Berichterstattung. Der Hörer bekommt
bei diesem Bericht wiederum den Eindruck, dass Abbas zu bedauern
ist und dass es wiederum die Israelis und Sharon sind, auf die
Druck ausgeübt werden muss. Von Druck auf Abbas, sich endlich an
die Roadmap zu halten, wird kein Wort verloren.
Email DRS: rendezvous@drs.ch |