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In der "Rundschau" vom 30/72003 wurde ein
fast 13-minütiger Bericht von Hanspeter Bäni über die
palästinensischen Kriegs-Kinder ausgestrahlt (http://www.sfdrs.ch/system/frames/news/rundschau/index.php,
klicken
Sie hier um den Bericht zu sehen). Bäni berichtet dabei über
Hanna Wintsch, einer Schweizer Psychologien, die
palästinensische Kinder, die unter den Folgen des Krieges
leiden, behandelt. Bäni, der auch die Kamera führte, begleitete
Wintsch nach Jenin, wo Wintsch betroffene Kinder traf.
Niemand leugnet es ab, dass palästinensische Kinder unter dem
Krieg leiden. Aber bei diesem Bericht kann nicht von objektiver
journalistischer Arbeit gesprochen werden. Die Bildführung, der
Ton des Sprechers und der Inhalt des Berichtes hatten nur eine
Absicht: Die Palästinenser als Opfer und die Israelis als
brutale Militärmacht darzustellen. Natürlich wird in diesem
Bericht kein einziges Wort über die Leiden der Kinder auf der Israelischen Seite gesprochen. Der Nahostkonflikt hat zwei
Seiten: Wer über die Leiden der palästinensischen
Zivilbevölkerung berichtet, darf die Israelische Seite nicht
auslassen. Der Zuschauer bekommt so eine völlig asymetrisches
Bild, was zu einer weiteren Anheizung der anti-israelischen
Stimmung führt.
Neben dieser zentralen Kritik, möchten wir folgende Bemerkungen
anbringen:
Natürlich wird über die Zerstörung des Quartiers
in Jenin (dem "Massaker") berichtet. Der Sprecher spricht von
mehr als hundert Toten. Es dürfte in der Zwischenzeit auch bis
an den Leutschenbach vorgedrungen sein, dass die Opferzahl der
Palästinenser bei der Israelischen Aktion viel kleiner war.
Gemäss des Berichtes der UNO (http://www.un.org/peace/jenin)
wurden 52 Palästinenser getötet, davon waren möglicherweise nur
die hälfte Zivilisten ("whom up to half may have been
civilians"). 23 Israelische Soldaten wurden getötet. Im Bericht
heisst es weiter, dass Israel in diesem Quartier "Terroristen
vermutete". Nur vermutete? Mit besserer journalistischer Arbeit
hätte Bäni mehr Informationen zur Israelischen "Terroristen
Vermutung" finden können. Klicken
Sie hier für weitere Informationen zur Terroraktivität in
Jenin.
Die 6-jährige Rula spaziert zwischen den Trümmern
von Jenin. Es kommt dabei der Eindruck auf, dass das ganze
Flüchtlingslager oder sogar die ganze Stadt Jenin in Trümmern
liegt. Luftaufnahmen aus Jenin beweisen, dass es sich bei diesem
Gebiet um einen sehr kleinen Teil von Jenin handelt. Wieso
spaziert Rula ausgerechnet in diesem Teil der Stadt? Weil
anscheinend der Eindruck geweckt werden soll, dass der grösste
Teil der Stadt in Trümmern liegt. Die folgendes Fotos beweisen
das Gegenteil (für mehr Informationen klicken Sie
hier).
Luftaufnahme Jenins vor der Militäraktion

Aufnahme nach der Militäraktion
(Fläche des Kampfgebietes 100x100 Meter)

Andere Aufnahme des Kampfgebietes

Rulas Vater wurde von Israelischen Soldaten
erschossen. Es werden jedoch keine weiteren Worte über diesen
Zwischenfall verloren. War ihr Vater unschuldiger Zivilist? War
er vielleicht in terroristische Aktivitäten verwickelt? Wir
wissen es nicht. (Später erzählt Rula, dass ihr Vater beim
Reparieren einer Strasse ums Leben kam.) Wir wissen nur, dass
Rula und ihre Geschwister wie ihr Vater sterben wollen. Hier
verfehlt Bäni ein weiteres Mal seine journalistische
Verpflichtung zur Objektivität. Er unterlässt es, auf die zur
Gewalt gegen Israel führende Erziehung in den palästinensischen
Schulen und durch radikale islamische Organisationen
hinzuweisen. (http://www.honestreporting.com/articles/critiques/Children_Under_Fire.asp).
Bäni berichtet über die Therapiearbeit von
Wintsch. Dabei werden banale Ausdrücke und Beschreibungen
verwendet, die absolut nichtssagend sind
- "Die Buben und Mädchen sind vom Krieg gezeichnet": Was heisst
das? Wie drückt sich das aus?
- "Zeichnen als Therapie: Dadurch sollen die
Selbstheilungskräfte gestärkt und das Entwicklungspotential
gefördert werden.": Ist dies nicht für alle Kinder, auch für
solche in der Schweiz, gültig?
-"Später gibt es
Streit, Hanna Wintsch ist gefordert." Gibt es eine Schulklasse
von 6-10 jährigen, in der nicht gestritten wird? Ist dies etwa
in der Schweiz anders?
-"Unruhige Kinder, für die Psychologien ein Ausdruck von
seelischer Verletzung." Unruhige Kinder? Wie unterscheiden sich
diese unruhige Kinder von unruhigen Kindern in einer Schulklasse
in der Schweiz? Kennen Sie eine Klasse mit Primarschülern, in denen es
KEINE unruhige Kinder gibt? Ist diese Klasse unruhiger als eine
dementsprechende Klasse zum Beispiel in Jordanien?
-"Kriegstraumatisierter Kinder sehe man das Leid an." Wie? Was
sind die Zeichen? Gemäss Wintsch sieht man den Kindern das Leid
in den Augen an, ist die normale kindliche Bewegungsfreude
eingeschränkt. Wie kommt sie zu dieser Feststellung? Handelt es
sich um ihre subjektiven Eindrücke oder beruht diese Aussage auf
wissenschaftlichen Arbeiten?
Im weiteren wird das Wrack
einer zerstörten Ambulanz gezeigt. Der Sprecher erzählt die
Geschichte dieser Ambulanz: Sie wurde von Israelischen Soldaten
beschossen, drei Palästinenser wurden getötet, ein 16jähriger
Junge verletzt. Auch hier unterlässt es Bäni fahrlässig (oder
vielleicht absichtlich), über den Missbrauch von Ambulanzen
durch die Palästinenser zu berichten. In vielen Fällen wurden
diese Ambulanzen zum Transport von Terroristen und Waffen durch
die Palästinenser missbraucht (für mehr Informationen klicken
Sie
hier).
Gegen den Schluss des
Berichtes wird über Taher, einem weiteren Kriegsopfer, berichtet.
Auch er wandert durch die Trümmer von Jenin......
Der Bericht endet mit dem folgenden pathetischen
Passage: "Wir verlassen die Stadt. Vor uns ein Schützenpanzer.
Er rollt hinein (Pause) nach Jenin."
Die Sendung wird zur folgenden Zeit wiederholt:
Montag, 04.08.2003, 03.10h, 3Sat
Ausserdem kann Sie über das Internet gesehen werden:
http://real.xobix.ch/ramgen/sfdrs/rundschau/160k/rs_07302003-160k.rm?start=0:28:40.851&end=0:41:05.390
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