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Swiss Media Watch - Bulletin 03/2004

 
 

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20/03/2004

Kein Wort in der BaZ davon, dass in der letzten Zeit mehrer Terroranschläge in Israel vereitelt werden konnten (die NZZ hat heute darüber berichtet). Wären diese Terroranschläge ausgeführt worden, gäbe es dutzende wenn nicht hunderte von weiteren toten zivilen Terroropfern in Israel. Doch dies scheint für die BaZ nicht wichtig zu sein. Die Unterschlagung dieser Meldung zeigt ein weiteres Mal die tendenziös anti-israelische Haltung der BaZ. So wird über alle Aktionen der israelischen Armee detailliert berichtet, aber über die andauernde palästinensische Terrorbedrohung, die nur aufgrund der intensiven Bemühungen der israelischen Sicherheitsdiensten verhindert werden kann,  wird in der BaZ kein Wort verloren.

Redaktion BaZ: redaktion@baz.ch


17/03/2004

In Algerien wurden heute sieben Menschen ermordet (http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=F874C497-8EB5-4268-84FCD6099C695B58). Bei den Tätern handelt es sich dabei um "muslimische Terroristen" einer "Terrorgruppe". Wieso sind es jedoch nur "islamistische Extermisten", die in Israel Terrorattacken ausüben? Wieso wird im Falle von Algerien eine andere "Terrorsprache" verwendet? Mehr zu diesem Thema finden Sie auch auf der Website von HonestReporting (klicken Sie hier).

Redaktion BaZ: redaktion@baz.ch


16/03/2004

Die Basler Zeitung berichtet (oder berichtet eben nicht, siehe weiter unten) heute in bekannt tendenziös anti-israelischer Manier über die Ereignisse des Vortages. Der Artikel über die Rede Sharons in der Knesset wird mit "Sharon lehnt Friedensgespräche ab" betitelt. Ist Sharon wirklich gegen Friedensgespräche? Sicherlich nicht. Er ist nur gegen Friedensgespräche, solange die palästinensische Seite keine Schritte zur Terrorbekämpfung unternehmen will. Dieses wichtige Detail wird im Titel unterschlagen und der Leser erhält den Eindruck, dass es wiederum Sharon (Israel) ist, der das Hindernis zu Friedensverhandlungen darstellt. Auch im weiteren Text wird dies nicht genügend zu Geltung gebracht (klicken Sie hier für den Bericht über Sharons Rede in der Englischen Ausgabe des "Haaretz").

Die BaZ (in Gegensatz zur NZZ) berichtet mit keinem Wort über den 10 jährigen Knaben, der mit einer 10 Kilogramm schweren Bombe von israelischen Soldaten bei einem Kontrollübergang erwischt wurde. Dem nichtsahnenden Knaben wurde von Fatah-Terroristen für den "Transport" viel Geld versprochen. Als die Terroristen beobachteten, dass der Junge erwischt wurde, versuchten sie den Sprengsatz per Handy zu zünden. Dies schlug jedoch fehl. Diese ungeheuerliche Tat, einen Knaben zum Bombenschmuggler zu machen und ihn dann auch noch mit der Bombe in die Luft zu sprengen, zeigt, wie brutal, menschenverachtend und absolut gefühllos auch gegenüber der eigenen Bevölkerung die palästinensischen Terroristen sind. Ist diese abscheuliche Tat nicht eine Headline wert? Nicht für die BaZ, die dieses Ereigniss in der heutigen Ausgabe überhaupt nicht erwähnte.

Und zum Schluss eine weitere Headline, die in der BaZ heute fehlte: "Arafat weigert sich gegen Terroristen vorzugehen". In einer Sitzung in Ramallah am Montag (15/3/2004) forderten mehrer Minister der palästinensischen Regierung Arafat auf, gegen die Hamas und El-Aqsa Brigaden vorzugehen (klicken Sie hier für den Bericht in der englischen Ausgabe des "Haaretz"). Wieso berichtet die BaZ mit keinem Wort über Arafats Weigerung, gegen Terroristen vorzugehen? Ist dies keine Meldung wert? Oder passt dies nicht in das anti-israelische Konzept der BaZ?

Redaktion BaZ: redaktion@baz.ch


15/03/2004

Die NZZ berichtet auf Seite 2 über den Terroranschlag in Israel mit dem Titel: "Selbstmordattentat in israelischem Hafen". Im ganzen Artikel wird das Wort "Terror" nicht ein einziges Mal erwähnt. So werden die Terrroisten als "palästinensische Attentäter, und die Hamas als "islamistische Organisation" bezeichnet. Wieso waren die Täter in Madrid "Terroristen", in Ashdod waren es jedoch nur Attentäter? Wieso wird die ETA und El-Qaida als Terrororganisationen bezeichnet, nicht so die Hamas, der Dschihad, die Hizbullah oder die Aksa-Brigaden der Fatah? Oder werden Terroranschläge in Israel und dem Rest der Welt mit verschiedenen Ellen gemessen?

Redaktion NZZ: redaktion@nzz.ch


15/03/2004

Die BaZ berichtet heute auf Seite 5 über den Terroranschlag in Aschdod mit dem Titel: "Attentat in Ashdod - Sharon sagt treffen ab". Es ist lobenswert, dass Charles A. Landsmann dieses Attentat im weiteren Text als "Terroranschlag" bezeichnet. Wieso aber nicht im Titel? Die hinter diesem Terroranschlag stehenden Organisationen werden jedoch nur als "radikal-islamistisch" bezeichnet. Wieso wird die ETA als  Terrororganisation, die Hamas und der Dschihad jedoch nicht? Wieso erscheint diese Meldung erst auf Seite 5, ohne dass das brutale Resultat des Terroranschlages, 10 israelische Opfer, schon in der Überschrift erwähnt wird? Verglichen mit der Einwohnerzahl von Madrid kommen 10 Todesopfer in Ashdod ungefähr 150 Toten in Madrid gleich. Wäre dies nicht aus erwähnenswert gewesen, damit der Leser ein Ausmass dieses Terroranschlages erhalten hätte?
Im weiteren schreibt Charles A. Landsmann, dass der Hafen Aschdod in der Nähe des Gazastreifens liegt "aber unter vollständiger Kontrolle Israels steht". Diese Formulierung hinterlässt den Eindruck, dass Israel über den Hafen nicht ganz rechtsmässig verfügt. Dem ist natürlich nicht so. Ashdod liegt im israelischen Kernland und damit ist es selbstverständlich, dass Israel als souveräner Staat die vollständige Kontrolle über den Hafen hat. Dies hätte gar nicht erwähnt werden müssen.

Redaktion BaZ: redaktion@baz.ch


13/03/2004

Terror ist Terror. Und die Anschläge in Madrid wurden von Terroristen ausgeführt. Und nicht von "Kämpfern", "Bewaffneten" oder "Freischärlern". Es waren feige Terroristen. Aber wieso sind es nie Terroristen, die sogenannte "jüdische Siedler" oder andere Israelis ermorden, sonder nur immer "Kämpfer", "Bewaffnete" oder "Freischärler"? Wieso wählen die Schweizer Medien eine andere Terror-Terminologie, sobald es sich um jüdische Opfer in Israel handelt? Wieso wird die ETA als "baskische Terrororganisation" und nicht wie die Hamas oder der Dschihad als "Extremisten-" oder "Freischärlerorganisation" bezeichnet? Mit dieser unterschiedelichen Terror-Terminologie bekommt man den Eindruck, dass für die Schweizer Medien der Terror in Israel berechtigt ist.

Redaktion BaZ: redaktion@nzz.ch


13/03/2004

Terror ist Terror. Und die Anschläge in Madrid wurden von Terroristen ausgeführt. Und nicht von "Kämpfern", "Bewaffneten" oder "Freischärlern". Es waren feige Terroristen. Aber wieso sind es nie Terroristen, die sogenannte "jüdische Siedler" oder andere Israelis ermorden, sonder nur immer "Kämpfer", "Bewaffnete" oder "Freischärler"? Wieso wählen die Schweizer Medien eine andere Terror-Terminologie, sobald es sich um jüdische Opfer in Israel handelt? Wieso wird die ETA als "baskische Terrororganisation" und nicht wie die Hamas oder der Dschihad als "Extremisten-" oder "Freischärlerorganisation" bezeichnet? Mit dieser unterschiedelichen Terror-Terminologie bekommt man den Eindruck, dass für die Schweizer Medien der Terror in Israel berechtigt ist.

Redaktion BaZ: redaktion@baz.ch


08/03/2004

In seiner bekannten pro-palästinensischen Art berichtet Viktor Kocher (vk, der in Limassol sitzende Nahostkorrespondent der NZZ) sehr detailliert über die Ereignisse im Gaza-Streifen ("Blutiges Wochenende im Gazastreifen"). Dabei werden die Aktionen der Palästinenser verschönend dargestellt: "Kämpfer", "Freischärler" und "Bewaffnete". Für vk handelt es sich hier klar um einen berechtigten Kampf:
"Nach Angaben der israelischen Armee zielte das Unternehmen auf «die Verhinderung von Terrorangriffen, wie etwa mit versteckten Sprengladungen oder durch Beschuss mit panzerbrechenden Granaten». Beide Beispiele beschreiben Aktivitäten zur Bekämpfung gepanzerter, mithin meist militärischer Ziele."
vk unterlässt es darauf hinzuweisen, dass diese Terroristen fast tagtäglich zivile israelische Ziele beschiessen, zum Teil auch im israelischen Kernland. Solche Aktionen sind, auch gemäss Amnesty International, ein Verbrechen gegen die Menschheit und sollten daher als Terroraktionen bezeichnet werden.
Es stellt sich auch die Frage, in wieweit die detaillierte Beschreibung der Kämpfe für den Leser einen Informationswert haben. Man bekommt den Eindruck, dass vk so ein weiteres Mal sein Sympathie mit der palästinensischen Sache zum Ausdruck bringen will.

Redaktion NZZ: redaktion@nzz.ch


01/03/2004

Die NZZ berichtet heute endlich über den Anschlag vom 27/02/2004, bei dem ein jüdisches Ehepaar (Eltern einer zweijährigen Tochter) ermordet wurden (sowohl am 28/2/2004 in NZZ als auch am 29/2/2004 in der "NZZ am Sonntag" wurde kein Wort darüber veröffentlicht) unter dem Titel: "Aksa-Brigaden bekennen sich zu einem Anschlag auf Siedler". Diese Titelwahl ist mehr als suggestiv: Da es sich um "Siedler" handelt, ist der Anschlag sicherlich berechtigt. Ausserdem wird in der Titelzeile das wichtigste verschwiegen: Dass bei diesem Terroranschlag ein jüdisches Ehepaar ermordet wurden. Gemäss "Amnesty International" sind Angriffe auf Zivilisten, sowohl in Israel als auch in der Westbank und dem Gazastreifen, ein Verbrechen gegen die Menschheit. Es handelt sich also daher um einen Terroranschlag. Die NZZ bevorzugt jedoch wie immer eine die Terroranschläge der Palästinenser verharmlosend beschreibende Terminologie.

Redaktion NZZ: redaktion@nzz.ch


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