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Swiss Media Watch - Bulletin 02/2004

 
 

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29/02/2004

Die NZZ am Sonntag berichtet heute zwar über den Helikopertangriff Israels auf zwei Mitglieder des Islamischen Dschihads, unterlässt es jedoch, über den Terroranschlag, bei dem ein israelisches Ehepaar am Freitagabend erschossen wurde, zu berichten. Auch die NZZ in ihrer Ausgabe am Samstag hatte nicht darüber berichtet. Wieso? Weil es sich hier um sogennante "Siedler", das heisst "Freiwild" handelt?

Redaktion NZZ am Sonntag: leserbrief.sonntag@nzz.ch


28/02/2004

Kein Wort in der NZZ über den Terroranschlag, bei dem am Freitagabend (27/2/2004) ein israelisches Ehepaar (Eltern einer zweijährigen Tochter) ermordet wurden. Wieso? Sind tote Israelis keine Meldung wert? Der Anschlag erfolgte am Freitagabend, das heisst sicherlich vor dem Redaktionsschluss.

PS: Die NZZ berichtete schliesslich am Montag, 1/03/2004, über den Anschlag, aber in der ihr typischen anit-israelischen Weise. Weitere Details im März Report oder in unserem Archiv (NZZ).

Redaktion NZZ: redaktion@nzz.ch


28/02/2004

Kein Wort in der BaZ über den Terroranschlag, bei dem am Freitagabend (27/2/2004) ein israelisches Ehepaar (Eltern einer zweijährigen Tochter) ermordet wurden. Wieso? Sind tote Israelis keine Meldung wert? Der Anschlag erfolgte am Freitagabend, das heisst sicherlich vor dem Redaktionsschluss.

Redaktion BaZ: redaktion@baz.ch


27/02/2004

Die BaZ berichtet auf ihrer Internetsite über den Terroranschlag, bei dem ein israelisches Ehepaar ermordet wurde ("Zwei Israelis im Westjordanland erschossen"). Diese Meldung ist ein weiteres Beispiel, wie die Medien mit einem absichtlich anit-israelisch Ton berichten.
Die Medien betonen es gerne, wenn Anschläge in der Westbank oder im Gazastreifen auf Siedler ausgeführt werden. Man bekommt so den Eindruck, dass dies nicht so schlimm sei, handelt es sich doch um "illegale Besetzer". Es ist darauf hinzuweisen, dass Amnesty International klipp und klar jeden Angriff auf Zivilisten, sei es auf israelische Zivilisten im israelischen Kernland oder in der Westbank oder dem Gazastreifen, als ein Verbrechen gegen die Menschheit bezeichnet. Dies führt uns direkt zu unserer zweiten Kritik an dieser Meldung. In der Folge steht dort: "als sie von militanten Palästinensern unter Feuer genommen wurden." Man bekommt hier den Eindruck, als ob es sich hier um eine militärische Aktion gehandelt hätte: "militante Palästinenser", unter Feuer genommen". Wieso kann die BaZ nicht das Kind beim Namen nennen: "Palästinensische Terroristen"? Das Ehepaar hinterlässt ein zweijährige Tochter. Auch dieses Details wäre erwähnenswert gewesen.

Redaktion BaZ: redaktion@baz.ch


18/02/2004

Auch die kleine Meldung der NZZ über die Kritik des IKRK über den israelischen Grenzzaun zeigt, wie tendenziös anti-israelisch die NZZ berichtet. Das IKRK schreibt ihn ihrer Pressemeldung, neben der bekannten Kritik an Israel, dass die Terroranschläge gegen Israel ein klarer Verstoss gegen das internationale humanitäre Recht sind und dass Israel das prinzipielle Recht hat, seine Bevölkerung zu schützen. Diese zwei wichtigen Punkte werden von der NZZ nicht erwähnt. Dem Leser wird so wiederum eine Meldung serviert, in der nur Israel verurteilt wird.

Redaktion NZZ: redaktion@nzz.ch


18/02/2004

Die BaZ berichtet über die Pressemeldung des IKRK betreffend des israelischen Sicherheitszaunes. Ein wichtiger Punkt der Pressemeldung wurde jedoch auch von der BaZ weggelassen: Dass das IKRK die Terroranschläge gegen die israelische Bevölkerung auf das schärfste verurteilt. Wäre das nicht erwähnenswert gewesen?

Redaktion BaZ: redaktion@baz.ch


18/02/2004

Das "St. Galler Tagblatt" berichtet ganz kurz über die Pressemeldung des IKRK betreffend des israelischen Sicherheitszaunes. Dabei wird in bekannter Manier die Teile der Meldung, die den Terror gegen Israel verurteilen und das prinzipielle Recht Israels, seine Zivilbevölkerung zu schützen, erwähnen, einfach weggelassen. Übriggeblieben ist eine kurze anti-israelische Meldung.

Klicken Sie hier um einen Leserbrief an das "St. Galler Tagblatt" zu schicken.


16/02/2004

Die NZZ berichtet in ihrem Artikel "Neue Überlegungen in der US-Nahostpolitik" über die Nahostpolitik der USA: Als Illustration dient ein Foto, das palästinensische Schülerinen zeigt, die unter der Aufsicht eines israelischen Soldaten ein Tor des Sicherheitszaunes durchgehen. Der Leser erhält mit diesem Bild (und den sonst veröffentlichten Fotos) den Eindruck, dass es im Nahostkonflikt nur eine Wirklichkeit gibt: Die Einschränkung des normalen Lebenslauf der Palästinenser durch den Sicherheitszaun.
Das unten folgende Foto wurde am 15/02/2004 in einem Vorort Jerusalems aufgenommen. Dieses Foto zeigt die andere Wirklichkeit des Nahostkonfliktes, die von den Medien dem Leser konsequent vorenthalten wird.

Auf diesem Bild sieht man israelische Bürger, die vor einem Einkaufszentrum zur Sicherheitskontrolle anstehen. Diese Sicherheitskontrollen sind ein Teil des israelischen Alltages. Es gibt heute praktisch kein Geschäft, Restaurant, Einkaufszentrum, Schule, Bürogebäude oder anderes öffentliches Gebäude, bei dem die Besucher sich nicht flughafenähnlichen Sicherheitskontrollen unterziehen lassen müssen. Diese Kontrollen dienen dazu, Terroranschläge der Palästinenser zu vermeiden. Dies ist auch die Aufgabe des Sicherheitszaunes.
Wäre es an der Zeit, dass die Medien auch auf den gestörten Lebenslauf der israelischen Zivilbevölkerung aufmerksam machen?

Redaktion NZZ: redaktion@nzz.ch


13/02/2004

Victor Kocher (vk), der aus Limassol berichtende Nahostkorrespondent der NZZ, ist für seine ausgesprochen anti-israelische Haltung bekannt. So ist sein Bericht "Blutvergiessen und leere Worte in Gaza" in der NZZ ein weiteres Beispiel dafür. Kocher beschreibt die Aktion der israelischen Armee praktisch nur aus dem Blickwinkel der Palästinenser. Kocher unterlässt es kläglich, die israelische Seite darzustellen. Für Kocher sind alle bewaffneten Palästinenser "Kämpfer" oder "Freischärler", die eigentlich nur gegen einen brutalen, mordenden Agressor kämpfen. Die von den Palästinensern gegen die israelische Zivilbevölkerung eingesetzten Kassamraketen, werden von Kocher als "wirkungslos" dargestellt (die Bewohner von Sderot sind hier sicherlich anderer Meinung). Kocher zitiert hemmungslos palästinensische Politiker und Zeitungen, ohne genuegend die israelische Seite zu Wort kommen lassen. Kocher unterschlägt es darauf hinzuweisen, dass die Palästinenser aus der Zivilbevölkerung heraus operiert haben (siehe untenstehendes Bild).

Kocher unterschlägt es, darauf hinzuweisen, dass die palästinensischen "Kämpfer" nicht nur gegen die Soldaten vorgehen. Ihr Ziel ist es, soviele israelische Zivilisten (sei es in den Siedlungen oder in Israel selber) zu töten. Bei diesen Handlungen handelt es sich eindeutig um Terror und gemäss Amnesty International sind Angriffe auf Zivilisten ein Verbrechen gegen die Menscheit.
Kocher versteht es auch, im Zusammenhang mit Israel nur negative Ausdrücke zu verwenden: "Invasion", "Raid", "heftiges Sperrfeuer", "massiv übertriebene israelische Militärintervention", etc. Die Palästinenser werden jedoch als Heldenhafte Kämpfer à la Robin Hood dargestellt.
Die vom israelischen Militäsprecher herausgegebene Meldung wird von Kocher sehr kurz zitiert und zum Teil in in Anführungszeichen gesetzt: "Operation", "Terroristen". Hingegen erhalten die Palästinenser bei Kocher viel Platz, um ihre Meinung zu verbreiten. Auch werden hier die Zitate nicht in Anführungszeichen gesetzt. Dies ist ein krasser Verstoss gegen die ethische Verpflichtung eines Journalisten, objektiv über einen Konflikt zu berichten.
Es ist für die NZZ beschämend, einen solchen Artikel veröffentlicht zu haben.

Redaktion NZZ: redaktion@nzz.ch


10/02/2004

Die NZZ berichtet über die Verhaftung von ETA-Terroristen in Südfrankreich. Terroristen? Sind das nicht Freischärler, Extremisten oder Militante? Wieso werden die Mitglieder der ETA als "Terroristen" bezeichnet, die Mitglieder der Hamas oder des Dschihads nur als Extremisten, Freischärler oder Militante? Besteht vielleicht ein Unterschied zwischen spanischen Zivilisten, die einem Terroranschlag zum Opfer fallen, und israelischen Terroropfern? Oder ist es an der NZZ (und im speziellen an Victor Kocher (vk), dem Nahostkorrespondenten der NZZ, ) zu entscheiden, wann der Anschlag auf Zivilisten berechtigt ist und die Täter daher nur als "Extremisten" oder "Freischärler" bezeichnet werden?

Redaktion NZZ: redaktion@nzz.ch

Folgende Reaktion erhielten wir von Dr. Reinhard Meier, Leiter der Auslandredaktion der NZZ.

Sehr geehrter Herr Avidan,
Lesen Sie die NZZ genauer und über einen längeren Zeitraum hinweg. Selbstverständlich sind palästinensdische Attentäter in unserem Blatt schon unzählige Male als Terroristen bezeichnet worden. Umgekehrt werden auch Eta-Terroristen öfters als Extremisten oder Militante bezeichnet. Und weil Sie offenbar ein dogmatischer Sprachpurist sind: Wir sollen wir diejenigen Täter auf israelischer Seite bezeichnen, die (unbeteiligte) palästinensische Zivilisten umbringen? Nach ihrer unerbittlichen Logik müsste da ja wohl auch von Terroristen die Rede sein.
Noch ein Beispiel, damit Sie erkennen, dass man gewisse Ereignisse eben aus verschiedener Perspektive beurteilen kann: Für die Schweizer ist Wilhelm Tell ein Freitheitsheld. Für die österreichische Besetzungsmacht  in jener Zeit war er natürlich ein Terrorist.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Reinhard Meier

NZZ-Auslandredaktion


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