Die NZZ am Sonntag berichtet heute zwar
über den Helikopertangriff Israels auf zwei
Mitglieder des Islamischen Dschihads, unterlässt es jedoch, über
den Terroranschlag, bei dem ein israelisches Ehepaar am
Freitagabend erschossen wurde, zu berichten. Auch die NZZ in
ihrer Ausgabe am Samstag hatte nicht darüber berichtet. Wieso?
Weil es sich hier um sogennante "Siedler", das heisst "Freiwild"
handelt?
Kein Wort in der NZZ über den Terroranschlag, bei
dem am Freitagabend (27/2/2004) ein israelisches Ehepaar (Eltern
einer zweijährigen Tochter) ermordet wurden. Wieso? Sind tote
Israelis keine Meldung wert? Der Anschlag erfolgte am
Freitagabend, das heisst sicherlich vor dem Redaktionsschluss.
PS: Die NZZ berichtete schliesslich am Montag,
1/03/2004, über den Anschlag, aber in der ihr typischen
anit-israelischen Weise. Weitere Details im
März Report oder in unserem
Archiv (NZZ).
Kein Wort in der BaZ über den Terroranschlag, bei
dem am Freitagabend (27/2/2004) ein israelisches Ehepaar (Eltern
einer zweijährigen Tochter) ermordet wurden. Wieso? Sind tote
Israelis keine Meldung wert? Der Anschlag erfolgte am
Freitagabend, das heisst sicherlich vor dem Redaktionsschluss.
Die BaZ berichtet auf ihrer Internetsite über
den Terroranschlag, bei dem ein israelisches Ehepaar ermordet
wurde ("Zwei
Israelis im Westjordanland erschossen"). Diese Meldung ist
ein weiteres Beispiel, wie die Medien mit einem absichtlich
anit-israelisch Ton berichten.
Die Medien betonen es gerne, wenn Anschläge in der Westbank oder im
Gazastreifen auf Siedler ausgeführt werden. Man bekommt so den
Eindruck, dass dies nicht so schlimm sei, handelt es sich doch
um "illegale Besetzer". Es ist darauf
hinzuweisen, dass Amnesty International klipp und klar jeden
Angriff auf Zivilisten, sei es auf israelische Zivilisten im
israelischen Kernland oder in der Westbank oder dem Gazastreifen,
als ein Verbrechen gegen die Menschheit bezeichnet. Dies führt
uns direkt zu unserer zweiten Kritik an dieser Meldung. In der
Folge steht dort: "als sie von militanten Palästinensern unter
Feuer genommen wurden." Man bekommt hier den Eindruck, als ob es
sich hier um eine militärische Aktion gehandelt hätte: "militante
Palästinenser", unter Feuer genommen". Wieso kann die BaZ nicht
das Kind beim Namen nennen: "Palästinensische Terroristen"? Das
Ehepaar hinterlässt ein zweijährige Tochter. Auch dieses Details
wäre erwähnenswert gewesen.
Auch die kleine Meldung der NZZ über die
Kritik des IKRK über den israelischen Grenzzaun zeigt, wie
tendenziös anti-israelisch die NZZ berichtet. Das IKRK schreibt
ihn ihrer
Pressemeldung, neben der bekannten Kritik an Israel, dass
die Terroranschläge gegen Israel ein klarer Verstoss gegen das
internationale humanitäre Recht sind und dass Israel das
prinzipielle Recht hat, seine Bevölkerung zu schützen. Diese
zwei wichtigen Punkte werden von der NZZ nicht erwähnt. Dem
Leser wird so wiederum eine Meldung serviert, in der nur Israel
verurteilt wird.
Die BaZ berichtet über die
Pressemeldung des IKRK betreffend des israelischen
Sicherheitszaunes. Ein wichtiger Punkt der Pressemeldung wurde
jedoch auch von der BaZ weggelassen: Dass das IKRK die
Terroranschläge gegen die israelische Bevölkerung auf das
schärfste verurteilt. Wäre das nicht erwähnenswert gewesen?
Das "St. Galler Tagblatt" berichtet ganz kurz
über die
Pressemeldung des IKRK betreffend des israelischen
Sicherheitszaunes. Dabei wird in bekannter Manier die Teile der
Meldung, die den Terror gegen Israel verurteilen und das
prinzipielle Recht Israels, seine Zivilbevölkerung zu schützen,
erwähnen, einfach weggelassen. Übriggeblieben ist eine kurze
anti-israelische Meldung.
Klicken Sie
hier um einen Leserbrief an das "St. Galler Tagblatt" zu
schicken.
16/02/2004
Die NZZ berichtet in ihrem Artikel "Neue
Überlegungen in der US-Nahostpolitik" über die Nahostpolitik der
USA: Als Illustration dient ein Foto, das palästinensische
Schülerinen zeigt, die unter der Aufsicht eines israelischen
Soldaten ein Tor des Sicherheitszaunes durchgehen. Der Leser
erhält mit diesem Bild (und den sonst veröffentlichten Fotos)
den Eindruck, dass es im Nahostkonflikt nur eine Wirklichkeit
gibt: Die Einschränkung des normalen Lebenslauf der
Palästinenser durch den Sicherheitszaun.
Das unten folgende Foto wurde am 15/02/2004 in einem Vorort
Jerusalems aufgenommen. Dieses Foto zeigt die andere
Wirklichkeit des Nahostkonfliktes, die von den Medien dem Leser
konsequent vorenthalten wird.
Auf diesem Bild sieht man israelische Bürger, die
vor einem Einkaufszentrum zur Sicherheitskontrolle anstehen.
Diese Sicherheitskontrollen sind ein Teil des israelischen
Alltages. Es gibt heute praktisch kein Geschäft, Restaurant,
Einkaufszentrum, Schule, Bürogebäude oder anderes öffentliches
Gebäude, bei dem die Besucher sich nicht flughafenähnlichen
Sicherheitskontrollen unterziehen lassen müssen. Diese
Kontrollen dienen dazu, Terroranschläge der Palästinenser zu
vermeiden. Dies ist auch die Aufgabe des Sicherheitszaunes.
Wäre es an der Zeit, dass die Medien auch auf den gestörten
Lebenslauf der israelischen Zivilbevölkerung aufmerksam machen?
Victor Kocher (vk),
der aus Limassol berichtende Nahostkorrespondent der NZZ, ist
für seine ausgesprochen anti-israelische Haltung bekannt. So ist
sein Bericht "Blutvergiessen und leere Worte in Gaza" in der NZZ
ein weiteres Beispiel dafür. Kocher beschreibt die Aktion der
israelischen Armee praktisch nur aus dem Blickwinkel der
Palästinenser. Kocher unterlässt es kläglich, die israelische
Seite darzustellen. Für Kocher sind alle bewaffneten
Palästinenser "Kämpfer" oder "Freischärler", die eigentlich nur
gegen einen brutalen, mordenden Agressor kämpfen. Die von den
Palästinensern gegen die israelische Zivilbevölkerung
eingesetzten Kassamraketen, werden von Kocher als "wirkungslos"
dargestellt (die Bewohner von Sderot sind hier sicherlich
anderer Meinung). Kocher zitiert hemmungslos palästinensische
Politiker und Zeitungen, ohne genuegend die israelische Seite zu
Wort kommen lassen. Kocher unterschlägt es darauf hinzuweisen,
dass die Palästinenser aus der Zivilbevölkerung heraus operiert
haben (siehe untenstehendes Bild).
Kocher unterschlägt es, darauf hinzuweisen, dass die
palästinensischen "Kämpfer" nicht nur gegen die Soldaten
vorgehen. Ihr Ziel ist es, soviele israelische Zivilisten (sei
es in den Siedlungen oder in Israel selber) zu töten. Bei diesen
Handlungen handelt es sich eindeutig um Terror und gemäss
Amnesty International sind Angriffe auf Zivilisten ein
Verbrechen gegen die Menscheit.
Kocher versteht es auch, im Zusammenhang mit Israel nur negative
Ausdrücke zu verwenden: "Invasion", "Raid", "heftiges
Sperrfeuer", "massiv übertriebene israelische
Militärintervention", etc. Die Palästinenser werden jedoch als
Heldenhafte Kämpfer à la Robin Hood dargestellt.
Die vom israelischen Militäsprecher herausgegebene Meldung wird
von Kocher sehr kurz zitiert und zum Teil in in
Anführungszeichen gesetzt: "Operation", "Terroristen". Hingegen
erhalten die Palästinenser bei Kocher viel Platz, um ihre
Meinung zu verbreiten. Auch werden hier die Zitate nicht in
Anführungszeichen gesetzt. Dies ist ein krasser Verstoss gegen
die ethische Verpflichtung eines Journalisten, objektiv über
einen Konflikt zu berichten.
Es ist für die NZZ beschämend, einen solchen Artikel
veröffentlicht zu haben.
Die NZZ berichtet über die Verhaftung von
ETA-Terroristen in Südfrankreich. Terroristen? Sind das nicht
Freischärler, Extremisten oder Militante? Wieso werden die
Mitglieder der ETA als "Terroristen" bezeichnet, die Mitglieder
der Hamas oder des Dschihads nur als Extremisten, Freischärler
oder Militante? Besteht vielleicht ein Unterschied zwischen
spanischen Zivilisten, die einem Terroranschlag zum Opfer
fallen, und israelischen Terroropfern? Oder ist es an der NZZ
(und im speziellen an Victor Kocher (vk), dem
Nahostkorrespondenten der NZZ, ) zu entscheiden, wann der
Anschlag auf Zivilisten berechtigt ist und die Täter daher nur
als "Extremisten" oder "Freischärler" bezeichnet werden?
Folgende Reaktion erhielten wir von Dr. Reinhard
Meier, Leiter der Auslandredaktion der NZZ.
Sehr geehrter Herr Avidan, Lesen Sie die NZZ genauer und
über einen längeren Zeitraum hinweg. Selbstverständlich sind
palästinensdische Attentäter in unserem Blatt schon unzählige
Male als Terroristen bezeichnet worden. Umgekehrt werden auch
Eta-Terroristen öfters als Extremisten oder Militante
bezeichnet. Und weil Sie offenbar ein dogmatischer
Sprachpurist sind: Wir sollen wir diejenigen Täter auf
israelischer Seite bezeichnen, die (unbeteiligte)
palästinensische Zivilisten umbringen? Nach ihrer
unerbittlichen Logik müsste da ja wohl auch von Terroristen
die Rede sein.
Noch ein Beispiel, damit Sie
erkennen, dass man gewisse Ereignisse eben aus verschiedener
Perspektive beurteilen kann: Für die Schweizer ist Wilhelm
Tell ein Freitheitsheld. Für die österreichische
Besetzungsmacht in jener Zeit war er natürlich ein Terrorist.