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Swiss Media Watch - Bulletin 07/2003

 
 

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30/7/2003

In der "Rundschau" vom 30/72003 wurde ein fast 13-minütiger Bericht von Hanspeter Bäni über die palästinensischen Kriegs-Kinder ausgestrahlt (http://www.sfdrs.ch/system/frames/news/rundschau/index.php, klicken Sie hier um den Bericht zu sehen). Bäni berichtet dabei über Hanna Wintsch, einer Schweizer Psychologien, die palästinensische Kinder, die unter den Folgen des Krieges leiden, behandelt. Bäni, der auch die Kamera führte, begleitete Wintsch nach Jenin, wo Wintsch betroffene Kinder traf.
Niemand leugnet es ab, dass palästinensische Kinder unter dem Krieg leiden. Aber bei diesem Bericht kann nicht von objektiver journalistischer Arbeit gesprochen werden. Die Bildführung, der Ton des Sprechers und der Inhalt des Berichtes hatten nur eine Absicht: Die Palästinenser als Opfer und die Israelis als brutale Militärmacht darzustellen. Natürlich wird in diesem Bericht kein einziges Wort über die Leiden der Kinder auf der Israelischen Seite gesprochen. Der Nahostkonflikt hat zwei Seiten: Wer über die Leiden der palästinensischen Zivilbevölkerung berichtet, darf die Israelische Seite nicht auslassen. Der Zuschauer bekommt so eine völlig asymetrisches Bild, was zu einer weiteren Anheizung der anti-israelischen Stimmung führt.
Neben dieser zentralen Kritik, möchten wir folgende Bemerkungen anbringen:

  • Natürlich wird über die Zerstörung des Quartiers in Jenin (dem "Massaker") berichtet. Der Sprecher spricht von mehr als hundert Toten. Es dürfte in der Zwischenzeit auch bis an den Leutschenbach vorgedrungen sein, dass die Opferzahl der Palästinenser bei der Israelischen Aktion viel kleiner war. Gemäss des Berichtes der UNO (http://www.un.org/peace/jenin) wurden 52 Palästinenser getötet, davon waren möglicherweise nur die hälfte Zivilisten ("whom up to half may have been civilians"). 23 Israelische Soldaten wurden getötet. Im Bericht heisst es weiter, dass Israel in diesem Quartier "Terroristen vermutete". Nur vermutete? Mit besserer journalistischer Arbeit hätte Bäni mehr Informationen zur Israelischen "Terroristen Vermutung" finden können. Klicken Sie hier für weitere Informationen zur Terroraktivität in Jenin.

  • Die 6-jährige Rula spaziert zwischen den Trümmern von Jenin. Es kommt dabei der Eindruck auf, dass das ganze Flüchtlingslager oder sogar die ganze Stadt Jenin in Trümmern liegt. Luftaufnahmen aus Jenin beweisen, dass es sich bei diesem Gebiet um einen sehr kleinen Teil von Jenin handelt. Wieso spaziert Rula ausgerechnet in diesem Teil der Stadt? Weil anscheinend der Eindruck geweckt werden soll, dass der grösste Teil der Stadt in Trümmern liegt. Die folgendes Fotos beweisen das Gegenteil (für mehr Informationen klicken Sie hier).
    Luftaufnahme Jenins vor der Militäraktion


    Aufnahme nach der Militäraktion (Fläche des Kampfgebietes 100x100 Meter)

    Andere Aufnahme des Kampfgebietes

     

  • Rulas Vater wurde von Israelischen Soldaten erschossen. Es werden jedoch keine weiteren Worte über diesen Zwischenfall verloren. War ihr Vater unschuldiger Zivilist? War er vielleicht in terroristische Aktivitäten verwickelt? Wir wissen es nicht. (Später erzählt Rula, dass ihr Vater beim Reparieren einer Strasse ums Leben kam.) Wir wissen nur, dass Rula und ihre Geschwister wie ihr Vater sterben wollen. Hier verfehlt Bäni ein weiteres Mal seine journalistische Verpflichtung zur Objektivität. Er unterlässt es, auf die zur Gewalt gegen Israel führende Erziehung in den palästinensischen Schulen und durch radikale islamische Organisationen hinzuweisen. (http://www.honestreporting.com/articles/critiques/Children_Under_Fire.asp).

  • Bäni berichtet über die Therapiearbeit von Wintsch. Dabei werden banale Ausdrücke und Beschreibungen verwendet, die absolut nichtssagend sind
    - "Die Buben und Mädchen sind vom Krieg gezeichnet": Was heisst das? Wie drückt sich das aus?
    - "Zeichnen als Therapie: Dadurch sollen die Selbstheilungskräfte gestärkt und das Entwicklungspotential gefördert werden.": Ist dies nicht für alle Kinder, auch für solche in der Schweiz, gültig?
    -"Später gibt es Streit, Hanna Wintsch ist gefordert." Gibt es eine Schulklasse von 6-10 jährigen, in der nicht gestritten wird? Ist dies etwa in der Schweiz anders?
    -"Unruhige Kinder, für die Psychologien ein Ausdruck von seelischer Verletzung." Unruhige Kinder? Wie unterscheiden sich diese unruhige Kinder von unruhigen Kindern in einer Schulklasse in der Schweiz? Kennen Sie eine Klasse mit Primarschülern, in denen es KEINE unruhige Kinder gibt? Ist diese Klasse unruhiger als eine dementsprechende Klasse zum Beispiel in Jordanien?
    -"Kriegstraumatisierter Kinder sehe man das Leid an." Wie? Was sind die Zeichen? Gemäss Wintsch sieht man den Kindern das Leid in den Augen an,  ist die normale kindliche Bewegungsfreude eingeschränkt. Wie kommt sie zu dieser Feststellung? Handelt es sich um ihre subjektiven Eindrücke oder beruht diese Aussage auf wissenschaftlichen Arbeiten?

  • Im weiteren wird das Wrack einer zerstörten Ambulanz gezeigt. Der Sprecher erzählt die Geschichte dieser Ambulanz: Sie wurde von Israelischen Soldaten beschossen, drei Palästinenser wurden getötet, ein 16jähriger Junge verletzt. Auch hier unterlässt es Bäni fahrlässig (oder vielleicht absichtlich), über den Missbrauch von Ambulanzen durch die Palästinenser zu berichten. In vielen Fällen wurden diese Ambulanzen zum Transport von Terroristen und Waffen durch die Palästinenser missbraucht (für mehr Informationen klicken Sie hier).

  • Gegen den Schluss des Berichtes wird über Taher, einem weiteren Kriegsopfer, berichtet. Auch er wandert durch die Trümmer von Jenin......

  • Der Bericht endet mit dem folgenden pathetischen Passage: "Wir verlassen die Stadt. Vor uns ein Schützenpanzer. Er rollt hinein (Pause) nach Jenin."

Die Sendung wird zur folgenden Zeit wiederholt:
Montag, 04.08.2003, 03.10h, 3Sat
Ausserdem kann Sie über das Internet gesehen werden: http://real.xobix.ch/ramgen/sfdrs/rundschau/160k/rs_07302003-160k.rm?start=0:28:40.851&end=0:41:05.390

Schreiben Sie dem Schweizer Fernsehen
Rundschau: rundschau@sfdrs.ch
Redaktion: sfdrs@sfdrs.ch
Fernsehdirektor: peter.schellenberg@sfdrs.ch


30/7/2003

Das "St. Galler Tagblatt" berichet Walther Lüthi am 30/7/2003 über den Sicherheitszaun, der Israel errichtet (http://www.tagblatt.ch/mailartikel.cfm?pass_id=806774&ressortname=Archiv). Sein Bericht kommt einer Hetztirade und Hasstirade gegen Israel gleich. Es werden von Lüthi keine Versuche unternommen, über die Israelischen Sicherheitsbedürfnisse objektiv zu berichten. Kein Wort darüber, dass Israel diesen Zaun baut, weil sich die Palestinian Authority weigert, die Terrororganisationen zu zerschlagen (obwohl dies ein Teil der Roadmap ist). Gerade am letzten Freitag hat Dahlan, der Sicherheitsminister in der Palestinian Authority, dies wiederum betont. Kein Wort darüber, dass ohne diesen Zaun die Terroristen ungehindert nach Israel eindringen können. Israel wird natürlich wieder als Schuldiger für die Lage im Nahen Osten hingestellt. Der Sicherheitszaun wird mit der Berliner Mauer verglichen. Die Absicht, die dahinter steckt ist klar: Mit diesem Artikel soll das "Boshafte" Israels und Sharons unterstrichen werden. Israel und Sharon werden als Verbrecher dargestellt. In der folgenden Tabelle finden Sie ein paar Zitate aus dem Artikel.
 
Sharons zementene Faust (Titel des Artikels)
Das gigantische Mauerprojekt Israels zerstört die Hoffnungen auf einen gerechten Frieden mit den Palästinensern.
Morgen erlebt das menschenverachtendste Sinnbild des Kalten Krieges seine Wiedergeburt.
Die Trennmauer im Nordwesten des Westjordanlands hält den Vergleich mit der im November 1989 gefallenen Berliner Mauer durchaus aus.
jüdische Siedlungen einbezieht und palästinensische Dörfer abwürgt
absurde Projekt
Die schrittweise Zerstörung der palästinensischen Landwirtschaft durch Enteignung und Ausreissen von Bäumen.
Den Palästinensern wurde es verwehrt, nach Israel zu fahren.
Ostjerusalem mit einem Ring von neuen Satellitenstädten eingeschnürt
ein Gemisch aus illusorischem Sicherheitsdenken und ideologischem Bodensatz aus revisionistischem Zionismus, wie ihn unter anderem Ariel Sharon vertritt, und alttestamentarischen Ansprüchen der Ultraorthodoxen, die darauf pochen, dass die Siedlungen diesseits der Mauer zu liegen kommen.
In Bethlehem wird auf Kosten von Gemeindeboden das Grab Rahels mit der Mauer «geschützt». Die Grabstätte, Juden wie Muslimen heilig, wurde inzwischen annektiert.
Überdies bestehen Pläne, das Gebiet um Ostjerusalem mit einem doppelten Mauerring zu umgeben, welche die grossen Schlafstädte, wie Maale Adumim, einbezöge. Wird diese Mauer tatsächlich gebaut, dann wäre das Westjordanland zweigeteilt, die Palästinenser Ostjerusalems und der Altstadt wären «eingesperrt» und künftige Verhandlungen über den Status Jerusalems endgültig verbaut. 

Von seriöser journalistischer Arbeit kann hier nicht gesprochen werden. Lüthi ging es nur darum, gegen Israel und Sharon zu hetzen.
Schreiben Sie dem St. Galler Tagblat: http://www.tagblatt.ch/kontakt_leserbriefe.cfm?KtLbAuswahl=leserbrief oder per email an die Zentralredaktion:
zentralredaktion@tagblatt.ch


28/07/2003

In der NZZ erschienen am 28/72003 (und in der internationalen Ausgabe am 31/7/2003) vier Leserbriefe unter dem Titel: "Verbaut Sharon den Weg zum Frieden?". Drei dieser Briefe haben eindeutig anti-israelische Inhalte, ein Leserbrief verfälscht sogar die Geschichte ("und womöglich auch des ehemals ägyptischen Gazastreifens"). Wieso wird bei der Veröffentlichung von Leserbriefen nicht auf Ausgewogenheit geachtet? Wieso werden Leserbriefe mit falschen historischen Tatsachen veröffentlicht? Wieso wird in der Überschrift Sharon wieder negativ dargestellt?
Email NZZ: redaktion@nzz.ch


24/07/2003

Im heutigen "Rendez-Vous" berichtet Rolf Hieringer über den Besuch von Abbas in den USA. In diesem Bericht wird die Frage aufgeworfen, ob die Taktik und Diplomatie von Abbas aufgehen wird. Um was für ein Taktik und Diplomatie handelt es sich denn? Hieringer spricht davon, dass Abbas viel gemacht hat, um den Amerikanern zu gefallen: Er hat den Waffenstillstand durchgesetzt und hat um sich Leute, die das Vertrauen der Amerikaner haben. Hieringer spricht auch davon, dass die Freilassung der Gefangene ein zentrales Gesprächsthema sein werden. Natürlich muss auf Sharon Druck ausgeübt werden, damit Israel zu weitgehenden Konzessionen bereit sein wird, die wiederum Abbas bei seinem Volk stützen sollen.
Hieringer unterlässt es wie auch viele seiner Kollegen, objektiv und korrekt zu berichten. Er verschweigt, dass sich Abbas weigert, den wichtigsten Punkt der Roadmap zu erfüllen: Die Auflösung und Entwaffnung der Terrororganisationen (
http://www.haaretz.com/hasen/spages/320872.html). Ist dies nicht ein erwähnenswerter Punkt? Ist dies nicht wichtig zu erwähnen, damit Israels Position (Weigerung zu weiteren Konzessionen solange sich Abbas nicht an die Roadmap hält) verständlich ist? Wieso werden die Verhandlungen um die Freilassung von den Gefangenen erwähnt, ohne hinzuweisen, dass es sich damit um eine Geste des guten Willens handelt und nicht um einen Teil der Roadmap? Wieso wird nicht erwähnt, dass der "Waffenstillstand" damals von Terrororganistionen einseitig ausgerufen wurde und Israel daher keine Verpflichtungen gegenüber diesen "Waffenstillstand" hat?
All diese OBJEKTIVE Fakten werden nicht erwähnt und nicht in der Analyse von Hieringer eingebracht. Ein weiteres Beispiel von einseitig anti-israelischer Berichterstattung. Der Hörer bekommt bei diesem Bericht wiederum den Eindruck, dass Abbas zu bedauern ist und dass es wiederum die Israelis und Sharon sind, auf die Druck ausgeübt werden muss. Von Druck auf Abbas, sich endlich an die Roadmap zu halten, wird kein Wort verloren.
Email DRS: rendezvous@drs.ch


22/07/2003

Im Artikel über die Verweigerung von Abbas, die "militanten" Gruppen zu zerschlagen wird am Ende eine Liste von drei Links zu Internetsites angeführt. Es sind dies Links zur "Palestinian National Authority", zu einer UNO Site über die Palästinenserfrage und zu einer Site der "Students for Justice in Palestine". Kein einziger Link zu Israelischen Regierungssites oder pro-israelischen Internetsites.
Was ist das eigentlich die Organisation "Students for Justice in Palestine"? Es handelt sich dabei um eine eindeutig anti-israelische wenn nicht anti-semitische Site, die von Studenten und Lehrkräften an der Berkely Universität in Kalifornien errichtet wurde. Diese Organisation fordert "the full decolonization of all illegally held Palestinian lands; the end of the Israeli occupation of the Gaza Strip and the West Bank; including East Jerusalem; the implementation of the right of return and repatriation for all Palestinian refugees to their original homes and properties; and an end to the Israeli system of Apartheid and discrimination against the indigenous Palestinian population". Die kommentarlose Auflistung solch einer anti-israelischen Site ist äusserst fraglich.  Welche Bedeutung hat überhaupt diese Gruppe? Wieso werden im Gegensatz nicht auch pro-israelische Sites aufgelistet?
Email BaZ: redaktion@baz.ch

UPDATE 1
In der BaZ von heute (23/7/2003) erschien ein Artikel über die Freilassung von Gefangenen. Auch bei diesem Artikel wurden am Schluss drei Links aufgeführt. Nur diesesmal waren es auschliesslich Links zu Israelischen Sites
(Israelische Regierung, Israelische Armee und Israelische Nachrichtenagentur). Zufall oder geschah dies Aufgrund unserer Intervention?

UPDATE 2
Die heutige (24/7/2003) Linkliste der BaZ in einem Artikel über Abbas ist höchst interessant. Die Liste enthaltet 13 Links, mit folgender Verteilung:
2 Links zu US Sites Weisses Haus und Aussenministerium
5 Israelische Links Israelische Nachrichtenagentur ITIM
  Israelische Botschaft in Bern
  Israelisches Armee, Aussenministerium, Regierung
1 UNO Link Die Palästina Frage in der UNO
2 Lokal Schweizerische Links Gesellschaft Schweiz-Palästina
  Jüdisch-palästinensische Gesprächsrunde der Region Basel
2 Palästinensische Links Palästinensische Nachrichtenagentur WAFA
  Volksfront zu Befreiung von Palästina (PFLP)

Die Wahl der Israelischen Links scheint logisch zu sein: Offizielle Sites der Israelischen Regierung und Armee sowie die einer sehr renomierten Nachrichtenagentur. Die Auswahl der palästinensischen Links ist jedoch sehr einseitig, unausgewogen und bedenklich. Wie kann die BaZ einen Link zu einer Terrororganisation angeben (die PFLP ist auf der US Liste der Terrororganisationen)? Was hat eine lokale pro-palästinensische Gruppe hier zu suchen (wer sind diese Leute, was hat diese Gruppe für eine Bedeutung?)? Dass die Gesellschaft Schweiz-Palästina eine sehr einseitige Darstellung des Geschehens gibt ist ja klar. Sie rufen auch zum Boykott von Israelischen Produkten auf ("Kauft nicht bei Juden"). Wieso werden denn nicht Sites wie http://www.palestinefacts.org aufgelistet, die ausführlich und umfassend über die Geschichte und Hintergründe des Konfliktes berichten (über historische Tatsachen, die von den Medien gerne unter den Tische gewischt werden)? Oder auch unserer Site? Es reicht nicht nur, eine lange Liste von Internetsites aufzuführen. Sie sollte auch ausgewogen sein und zu Informativen Sites führen.
PS: Die PFLP Site scheint gar nicht zu existieren......


22/07/2003

In der NZZ erschien heute ein Artikel (http://www.nzz.ch/2003/07/22/al/page-newzzDIFLH868-12.html), der wiederum zeigt, dass im Zusammenhang mit Sharon und Israel generall negative Ausdrücke und Wendungen verwendet werden. Sharon macht "zaghafte Schritte", muss sich mit "Hardlinern" im eigenen Land rumschlagen, die von Israel gemachten Schritte sind nur "Gesten", seit dem Ausruf der Waffenruhe sind "nur" 3 Israelis getötet wurden aber 8 Palästineneser und Sharon führt eine "harte Verhandlungspolitik". Für Abbas muss jedoch Verständnis aufgebracht werden. So sind für ihn "die zentralen Bedingungen für eine Waffenruhe noch nicht erfüllt", "muss Ministerpräsident Abbas seinen Leuten weit mehr an israelischen Zugeständnissen vorweisen können", "nannte er am Dienstag die Freilassung palästinensischer Gefangener, einen weiteren Rückzug der israelischen Armee und die Auflösung jüdischer Siedlungen als die zentralen Bedingungen", "seine Seite habe immerhin schon einige der in der «Road Map» geforderten Vorleistungen erbracht" und "die Autonomieregierung ist Anfang Juni erstmals auch wieder gegen Gewalttäter in den eigenen Reihen vorgegangen und hat militante Gruppierungen verboten".
Der Verfasser des Berichtes unterlässt es wiederum, den Leser darauf hinzuweisen, dass die einseitig von den Terroristen ausgerufene Waffenruhe (Hudna) KEIN Teil der Roadmap ist. Auch wird dem Leser in keiner Weise mitgeteilt, dass Abbas die Zentrale Forderung in der Roadmap, nämlich die Auflösung und Entwaffnung der Terrororganisationen, bis jetzt in keiner Weise nachgegangen ist. Im Gegenteil. So hat er heute auch mitgeteilt, dass er die Hamas und den Jihad nicht auflösen will. Israel im Gegensatz ist aus Teilen des Gazastreifens und aus Betlehem abgezogen (http://www.haaretz.com/hasen/spages/320872.html). Wieso wird Abbas nicht als "harter Verhandlungspartner" dargestellt? Wieso wird nicht erwähnt, dass er sich nicht mit den "Hardlinern" in seinem Lager rumschlagen will? Wieso sind die Schritte Abbas' nicht "zaghaft"? Wieso werden die Schritte Israels nicht als "Vorleistungen" dargestellt?
Diese anti-israelische Darstellung der Ereignisse ist nicht nur typische für die NZZ. Auch andere Medien, so zum Beispiel Reuters, bedient sich der gleichen asymetrischen Berichterstattung. Klicken Sie hier für eine sehr interessante Analyse diese Phänomens.
Email NZZ: redaktion@nzz.ch


21/07/2003

Eine scheinbar harmlose Meldung in der NZZ: "Sharon plant neue Ortschaften" lautet der Titel. Ortschaften? Ja etwas Siedlungen? Sicher in den besetzten Gebieten, oder? Dies sind sicherlich die ersten Gedanken eines jeden Lesers. Wer sich nicht die Mühe macht, den ganzen Artikel zu lesen, wird sofort zum Schluss kommen, dass Israel den Bau weiter Siedlungen in den besetzten Gebieten plant und so den Friedensprozess untergräbt. Erst beim weiteren Lesens erfährt man, dass es sich um geplante Ortschaften im Norden (Galil) und Süden (Negev) Israels handelt. Doch eine positive Note soll diesem Bericht nicht abgerungen werden. Am Schluss wird berichet, dass die Israelischen Araber Israel wiederholt vorgeworfen haben, "durch die jüdische Besiedlung ihrer traditionallen Wohngebiete das natürliche Wachstum arabischer Städte und Dörfer gezielt einzuschränken". Zu Beginn des Artikels steht jedoch, dass diese Ortschaften in dünn besiedelten Gebieten gebaut werden. Wenn es sich um dünn besiedelte Gebiete handelt, wie können diese geplanten Ortschaften das natürliche Wachstum der arabischen Dörfer und Städte verhindern? Oder soll hier nicht wiederum der Eindruck geschafft werden, dass Sharon auch in Israel gegen die arabische Bevölkerung mit einer brutalen Siedlungspolitik (die Ortschaften sollen ja "rasch" gebaut werden) vorgeht? Der Zusatz von nur zwei Worten im Titel, nämlich "in Israel", hätte dem Leser den Inhalt des Berichtes objektiver übermittelt. Dies ist ein weiteres Beispiel von eindeutig anti-israelischer Berichterstattung!
Email NZZ: redaktion@nzz.ch


20/07/2003

Im Bericht der BaZ über das Treffen Sharon-Abbas (http://www.baz.ch/news/index.cfm?objectID=67A59E1E-FD48-44C7-8F6FE4C499A3D40A) haben sich wieder einmal Ungenauigkeiten eingeschlichen.
Dabei wird Abbas zitiert: "Jede Verzögerung auf Seiten Israels werde von den Palästinensern als Zeichen mangelnder Bereitschaft zur Erfüllung der Vorgaben des Friedensplans interpretiert." Es wird von der BaZ jedoch nicht vorgehoben, dass die Freilassung von Gefangenen KEIN Teil des Friedenplans/Roadmap ist (klicken Sie hier für den Text der Roadmap).
Weiter steht: "Eine zentrale Forderung Israels ist, dass Abbas mit der Entwaffnung und Auflösung der militanten Gruppen beginnt, die von Israel als «terroristische Organisationen» bezeichnet werden." Dies stimmt, aber wiederum wird nicht betont dass die Palästinenser gemäss Roadmap zu diesem Schritt als erste Massnahme verpflichtet sind. Bisher ist die Palästinensische Autonomiebehörder dieser zentralen Forderung der Roadmap noch nicht nachgekommen.
Die Terroristengruppen werden von der BaZ als "militante Gruppen...., die von Israel als «terroristische Organisationen» bezeichnet werden." betitelt. Dies ist eine verhamlosung dieser brutalen Organisationen. Nicht nur Israel definiert diese "militanten Gruppen" als terroristischen Organisation. Gemäss mehreren Regierungen (USA, Kanada, Australien) handelt es sich bei der Hamas und dem Islamischen Dschihad eindeutig um Terrororganisationen.
Email BaZ: redaktion@baz.ch


20/07/2003

Auch der "Bund" nimmt es nicht so genau mit seinem Bericht über das Treffen Sharon-Abbas.Im seinem Bericht (http://www.ebund.ch/ebund.asp?SOURCE=/news/SDA/Politik/411776.HTML) wird von den Verhandlungen über die Freilassung von palästinensischen Gefangenen berichtet. Kein Wort jedoch darüber, dass Sharon ein radikales Vorgehen der palästinensischen Autonomiebehörde gegen die Terroristenorganisationen verlangt. Kein Wort darüber, dass sich die Palästinenser in der Roadmap dazu verpflichtet haben, eben dies als ersten Schritt zu unternehmen. Kein Wort darüber, dass die Freilassung dieser Gefangenen KEIN Teil der Roadmap sind. Es soll dadurch der Eindruck erweckt werden, dass es Israel ist, das die Umsetzung der Roadmap verhindert. Wahrscheinlich soll dadurch auch das Image Sharons als "Hardliner" unterstrichen werden. Email eBund: ebund@derbund.ch


20/07/2003

Auch der "Tagi" unterschlägt dem Leser, dass beim Treffen Sharon-Abbas Sharon auf die Bekämpfung der Terrororganisationen gepocht hat (http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/ausland/293873.html). Der unbefangene Leser bekommt auch hier den Eindruck, dass es wieder einmal die Israelis sind, die dem Friedensplan Steine in den Weg legen.

Redaktion Tages-Anzeiger online: online-news@tages-anzeiger.ch
Sandra Manca, Leiterin Redaktion Tages-Anzeiger online: sandra.manca@tamedia.ch
Redaktion Tages-Anzeiger: redaktion@tages-anzeiger.ch

Chefredaktion Tages-Anzeiger Peter Hartmeier : peter.hartmeier@tages-anzeiger.ch


07/2003

In der Juli Ausgabe des "Regio Aktuell", einer monatlich erscheinenden Zeitschrift in der Region Nordwestschweiz, schreibt Herausgeber Robert Gloor im Editorial über den Nahostkonflikt (Titel "Wegen Terror zum Mörder werden?). Sein Artikel strotzt vor anti-israelischen Klischees, von Objektivität kann hier nicht gesprochen werden. Gemäss Gloor wurde der Irak durch die USA nur daher angegriffen, um Israel zu unterstützen. Für Gloor hat Sharon kein Verbarmen mit dem bei einem Angriff auf Terroristen getöteten dreijährigen Kindes: "für... Ministerpräsident Sharon ist dieses dreijährige Kind ein zukünftiger Terrrorist. Nicht eben schade drum....". Ausserdem bring Gloor einen sehr interessanten Vergleich: Einen Vergleich zwischen den "Terroristen", die damals für einen Kanton Jura kämpften und den palästinensischen Terroristen. Gemäss Gloor sollte die Israelische Regierung gegen die Terroristen kämpfen, sowie es die Schweizer Behörden getan haben oder tun würden. Herr Gloor, wurden damals in Bern auch Busse in die Luft gesprengt? Schlussendlich wird Israel von Gloor in die Rubriken "Bananerepublik" und "Schurkenstaaten" eingeteilt. Klicken Sie hier für eine Abschrift des Artikels. Email Herr Gloor: r.gloor@gtsverlag.ch


11/07/2003

Der "Bund" berichtet (http://bund.ch/ebund.asp?SOURCE=/news/eBund/Ausland/407599.HTML) über einen Anschlag auf die Schnellstrasse Nr. 6. "Palästinensische Heckenschützen beschossen auf einer Schnellstrasse an der Grenze zwischen Israel und dem Westjordanland ein israelisches Fahrzeug. Bei dem Überfall am Donnerstagabend wurde aber niemand verletzt, wie die israelische Polizei mitteilte. Der Zwischenfall ereignete sich nahe der Stadt Kalkilija im Westjordanland. An der Strasse, die von einem Grenzzaun gesichert wird, war bei einem ähnlichen Überfall am 18. Juni ein israelisches Mädchen getötet worden." Beim Lesen dieser Zeilen wird der Eindruck geweckt, dass diese Strasse im Westjordanland liegt. Die Schnellstrasse Nr. 6 liegt zu 100% in Israel. Dass diese Strasse von Kalkilija aus beschossen werden kann, zeigt, wie "weit" die Westbank von der Israelischen Metropole entfernt ist. Email eBund: ebund@derbund.ch


09/07/2003

Die Basler Zeitung berichtet auf Seite 4 im Artikel "Mangelnder Rückhalt für Abbas' Politik über die Differenzen in der Fatah Bewegung. Als Hauptgrund werden die Verhandlungen über die Freilassung von palästinensischen Häftlingen angeführt. Die Darstellung der Fakten lässt den Eindruck aufkommen, dass Israel sich mit der Bereitschaft, nur 350 Häftlinge zu entlassen, Abbas' Postition gefährdet. Es wird in keiner Zeile erwähnt, dass Israel gemäss der Roadmap nicht verpflichtet ist, Häftlinge zu entlassen. Es handelt sich also um eine Geste des guten Willens. Es wird auch nicht erwähnt, dass es gemäss der Roadmap an den Palästinensern ist, den ersten Schritt zu tun: Und zwar die Terrororganisationen zu entwaffen, ihre Mitglieder zu verhaften und ihre Waffen einzuziehen. Bisher hat die Palestinian Authority noch keine dementsprechende Schritte unternommen

Im selben Artikel wird über den Anschlag im Kfar Yavetz berichtet. Es wird zwar erwähnt, dass eine 65 jährige Israelin ermordert wurde, aber kein Wort über ihre drei Enkelkinder, die bei diesem Anschlag verletzt wurden.
Email BaZ: redaktion@baz.ch


09/07/2003

Leider ist die NZZ wiederum ungenau mit ihrer Berichterstattung über die Roadmap. Im Artikel (http://www.nzz.ch/2003/07/09/al/page-article8YRNB.html) von vk (Victor Kocher) steht: "Zudem berichtete das israelische Radio, Ministerpräsident Sharon wolle dem Amtskollegen Abbas beim kommenden Treffen die Daumenschrauben anziehen, indem er jeglichen weiteren Rückzug aus den Städten des Westjordanlands förmlich von der Entwaffnung palästinensischer Milizen abhängig mache. Damit erweist sich, dass der erste Schritt im Friedensplan, der Rückzug aus dem Gazastreifen und Bethlehem im Tausch für eine Waffenruhe der Milizen, keine Partnerschaft auf Vertrauensbasis geschaffen hat, sondern vor allem ein Beleg für die Wirksamkeit amerikanischen Drucks ist.". In der "Roadmap" steht klipp und klar, dass es an den Palästinensern ist, den ersten Schritt zu tun: Die Terroristengruppen aufzulösen und ihre Mitglieder zu verhaften ("Palestinians declare an unequivocal end to violence and terrorism and undertake visible efforts on the ground to arrest, disrupt, and restrain individuals and groups conducting and planning violent attacks on Israelis anywhere"). Die Waffenruhe wurde von den Terroristenorganisationen einseitig ausgerufen und ist kein Teil der Roadmap. Israel ist demnach nicht verpflichtet, auf diese Waffenruhe einzugehen. Israel hat sich verpflichtet, sich aus den seit dem 28. September 2000 besetzten Gebieten zurueckzuziehen, nachdem die Palästinenser ihren Teil (siehe oben) erfüllt haben. Diese Tatsachen werden von vk völlig verdreht und mit Unwahrheiten vermischt. Die Erwähnung von "Daumenschrauben", die Sharon Abbas' anlegen will, ist geschmacklos und soll wahrscheinlich Sharon (und der Israelischen Regierung/Armee etc) ein brutales Image geben.
Weiter schreibt vk: "
Die Israeli legten am Dienstag den Finger auf einen neuen Terroranschlag, bei dem sich ein Selbstmordattentäter in einem Haus des israelischen Ortes Kfar Yavetz, unweit von Cisjordanien, mitten unter den Bewohnern in die Luft gesprengt hatte." Kein Wort davon, dass dabei eine 65 jährige Frau ermordert und drei Enkelkinder verletzt wurden. Dies wurde von ihm einfach unter den Tisch gewischt.
Email NZZ: redaktion@nzz.ch


07/07/2003

In einem Artikel im Dossier über den neuen Nahost-Plan (http://www.nzz.ch/dossiers/2003/nahostfahrplan/2003.07.07-al-article8YMMB.html) in der NZZ schreibt gsz (George Szpiro): "Mit der Freilassung palästinensischer Gefangener verwirklicht Israel eine der Bestimmungen, die im Friedensplan für den Nahen Osten, der sogenannten Road Map, enthalten sind." Dies ist schlichtweg falsch. In der "Roadmap" steht kein Wort davon ,dass Israel palästinensische Gefangene freilassen muss (hier finden Sie den genauen Text der "Roadmap", wie er vom State Department veröffentlich wurde). Es handelt sich um eine freiwillige Geste Israels. Gemäss dem Text der "Roadmap" ist es an den Palästinensern, den ersten Schritt zu tun: Die Terroristengruppen aufzulösen und ihre Mitglieder zu verhaften ("Palestinians declare an unequivocal end to violence and terrorism and undertake visible efforts on the ground to arrest, disrupt, and restrain individuals and groups conducting and planning violent attacks on Israelis anywhere"). Wir verlangen von der NZZ,  diese Falschmeldung zu korrigieren.
Email NZZ: redaktion@nzz.ch


03/07/2003

Die BaZ berichtete über die Auseinandersetzung zwischen Moslems und christlichen Arabern über die Moscheeh in Nazareth mit folgender Überschrift: "Israel zerstört Fundament eines Moschee-Neubaus".
Mit dieser Überschrift wird der Eindruck geweckt, dass es um eine widerrechtliche Handlung Israels handelt, wahrscheinlich in den besetzten Gebieten. Dass es sich jedoch um einen Konflikt zwischen Moslems und christlichen Arabern handelt und dass die Zerstörung aufgrund eines richterlichen Entschlusses erfolgte (die Fundamente wurde gesetzeswidrig errichtet), erfährt der Leser erst im letzten Abschnitt des Artikels. Es wird auch nicht erwähnt, dass Nazareth im jüdischen Kernland liegt. Ein Faktum, dass sicherlich viele Leser gar nicht wissen.
Email BaZ: redaktion@baz.ch


02/07/2003

Im seinem Kommentar in der NZZ schreibt jbi (Jürg Bischoff) dass "Sharons Rezept der Terrorbekämpfung ohne Rücksicht auf zivile Verluste hat sich in den letzten zweieinhalb Jahren als wenig erfolgreich erwiesen." Bischoff unterstellt Sharon vorsätzliche Gewalt gegen Zivilisten. Es handelt sich dabei um eine Behauptung, die jeglicher Grundlage entbehrt. Mit dieser Äusserung handelt es sich um den Versuch, Sharon als Kriegsverbrecher darzustellen. Die Israelische Armee litt unter schweren Verlusten, weil sie in diesem Krieg gegen die Terrorbanden die palestinensische zivile Bevölkerung soweit als möglich schützen wollte. Email NZZ: redaktion@nzz.ch


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