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Obwohl wir es uns zum Ziel gemacht haben, die Deutschschweizer Medien zu verfolgen, werden wir hier sporadisch auch über anti-israelische Berichterstattungen in den Deutschen Medien berichten.
 

Update 31/7/2003:
Das ZDF hat nach unserer Intervention in der Zwischenzeit die unten aufgeführten Webseiten über Sharon und Arafat geändert. Klicken Sie hier für mehr Informationen.

 

20/7/2003

Den unrühmlichen Auftakt macht das ZDF. Auf ihrer Website über den Nahost-Konflit (http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/31/0,1872,1021919,00.html) werden unter anderem die Laufbahnen von Sharon und Arafat dargestellt.
Vergleicht man die beiden Artikel, spring eine offensichtliche Asymmetrie ins Auge: Sharon wird generell negativ darstellt, über Arafat wird nur Positives oder in neutraler Sprache berichtet. Es ist schon der Titel der Artikel, die die eindeutig tendenziöse anti-israelische Stellung des ZDF zeigt:
Sharon: "
Kontroverser Rechter mit Großvater-Image"
Arafat: "
Jassir Arafat - im Porträt: Lebenslanger Kampf für Palästinenser-Staat"
Im selben Stil geht es in beiden Porträts weiter. Die folgende Tabelle soll einige Beispiele auflisten (es handelt sich nicht um direkte Vergleiche, sondern um eine Auflistung)
 
Sharon Arafat
Der 1928 als Ariel Scheinerman in Israel geborene Scharon wird bis heute von seinen Gegnern im In- und Ausland gefürchtet und verachtet. Jassir Arafat, stets in Khaki-Uniform gekleidet, mit schwarz-weiß-karierter Keffiah und Stoppelbart, sieht in der Ausrufung eines unabhängigen palästinensischen Staates den Höhepunkt seiner durch dramatische Tiefschläge und Erfolge geprägten Karriere
Gewaltanwendung zur Durchsetzung politischer Absichten zieht sich durch seine Karriere, die bis heute von seiner Rolle im Libanonkrieg geprägt wird. Danach gehörte er zu den Gründern der Guerilla-Organisation Fatah. 1969 wurde er zum Chef der Palästinenischen Befreiungsorganisation PLO gewählt.
Als Verteidigungsminister befahl Scharon Israels Einmarsch in das Nachbarland. Später gab ihm eine Kommission die Mitverantwortung für das Massaker in den Lagern Sabra und Schatila, das christliche Milizionäre im September 1982 an Hunderten von Palästinensern verübten. 1974 sprach er vor den Vereinten Nationen erstmals von Frieden mit Israel.
Doch 1982 verjagten ihn die Israelis zunächst einmal aus Beirut nach Tunis.
Angesichts zahlreicher palästinensischer Terroranschläge hat er seit seiner Wahl 2001 die Eskalation des Konflikts, die gezielte Zerstörung der Autonomiebehörde, die Wiederbesetzung des Westjordanlands und die Entmachtung seines Erzfeindes Jassir Arafats betrieben. 1994 erhielt der einst von Israel als "Terrorist" gebrandmarkte Mann zusammen mit den israelischen Politikern Izchak Rabin und Schimon Peres den Friedensnobelpreis.
Der Besuch des späteren Barak-Nachfolgers Ariel Scharon auf dem Tempelberg löste die zweite Intifada aus. (dies steht auf der Seite von Arafat!)
Seine Maximalforderungen lassen aber Frieden zu seinen Bedingungen fraglich erscheinen. 2002 erklärte Scharon Arafat offiziell zum "Feind Israels".

Die Massaker von Sabra und Schattila werden natürlich gerne im Zusammenhang mit Sharon erwähnt. Der Titel über dem Absatz heisst "Massaker an Palästinensern" und soll wahrscheinlich den Eindruck erwecken, dass Sharon direkt für die Massaker verantwortlich war. Aber kein einziges Wort von Arafats Terroraktivitäten. Kein Wort davon, dass der "Schwarze September", bei dem Arafat seine Finger im Spiel hatte, für den Terroranschlag an der Olympiade in München verantwortlich war. Arafat wird als Robin Hood und Sharon als der Sheriff von Nottingham dargestellt.
Es handelt sich hier eindeutig um eine tendenziöse anti-israelische Darstellung. Von seriöser objektiver journalistischer Arbeit kann hier nicht gesprochen werden.
Schreiben Sie dem ZDF (klicken Sie auf den Namen und eine neue Email wird sich automatisch öffnen):
Leiter zdf.de Ferdinand Utner
Leiter Redaktion Nachrichten Online Robert Amlung

Oder senden Sie einen Brief an den Intendanten des ZDF:
Markus Schächter
Intendant
ZDF
Postfach 40 40
55100 Mainz

Update 31/7/2003: Das ZDF hat nach unserer Intervention in der Zwischenzeit die Webseiten über Sharon und Arafat geändert.

Sharon
Das Porträt von Sharon wurde völlig neu geschrieben. Der negative Ton wurde mit einer sachlichen Schreibweise ersetzt. So heisst die Überschrift über das Sabra und Schattila Massaker nun "Größte Niederlage" im Gegenatz zu "Massaker an Palästinensern" in der alten Version. Auch die negative Überschrift "Gefürchtet und verachtet" ist veschwunden. Neben dem militärischen (mit einem kleinen Fehler betreffend Sharons Einsatz an der Syrischen Front im Jom-Kippur-Krieg) und dem politischen Werdegang Sharons wurde auch ein Abschnitt über sein persönliches Leben und seine familiären Schicksale eingefügt.
Klicken Sie hier für eine Gegenüberstellung der Texte beider Porträts von Sharon.

Arafat
Das Porträt von Arafat wurde etwas geändert, insbesondere wurde ein Abschnitt über die Terroraktivitäten der PLO eingefügt. Es heisst dort: "Innerhalb seiner Organisation galt Arafat als gemäßigt, den Ruf des Terroristen wurde er aber nie ganz los - zu viele blutige Anschläge wurden im Namen Palästinas verübt, ohne dass Arafat allzu kritische Worte dafür fand." Arafat hat also gemäss ZDF nur indirekt mit Terror zu tun. Ist es denn so schwierig, das Kind beim Namen zu nennen? Oder ist es etwa nicht "politically correct" Arafat als das zu bezeichnen, was er war und noch immer ist, nämlich ein Terrorist? Im Gegensatz dazu wird nun endlich erwähnt, dass seine Amtsführung dur Korruption und staatliche Willkür gekeinzeichnet wird und dass Arafat gar kein Interesse hat, die Extremisten unter Kontrolle zu bringen.
Klicken Sie hier für eine Gegenüberstellung der Texte beider Porträts von Sharon.

Mahmud Abbas
Achja, bevor wir es vergessen: Im Porträt über Mahmud Abbas wird ein wichtiges Detail verharmlost: Seine Doktorarbeit. Beim ZDF heisst es: "Abbas, der englische und arabische Literatur studiert hat und einen Doktortitel der Universität Moskau im Fachbereich "Israelische Politik" besitzt,". In seiner Doktorarbeit mit dem Titel "The Other Side: The Secret Relationship Between Nazism and the Zionist Movement" behauptet Abbas, dass während des 2. Weltkrieges nur 890'000 Juden durch die Nazis ermordet wurden und dass die Juden und Zionisten mit den Nazis zusammengearbeitet haben (http://www.wiesenthal.com/social/press/pr_item.cfm?ItemID=7685). Hätte dies nicht auf der Website eines Deutschen Fernsehsenders erwähnt werden sollten? Ausserdem besteht der Verdacht, dass Abbas einer der Planer und Financier der Terrorattacke auf die Israelischen Sportler an der Sommerolympiade 1972 in München war (http://slate.msn.com/id/2085993/).

Schreiben Sie dem ZDF (klicken Sie auf den Namen und eine neue Email wird sich automatisch öffnen):
Leiter zdf.de Ferdinand Utner
Leiter Redaktion Nachrichten Online Robert Amlung

Oder senden Sie einen Brief an den Intendanten des ZDF:
Markus Schächter
Intendant
ZDF
Postfach 40 40
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